
GRUNDLAGEN
Was ist Wing Chun?
Wing Chun ist eine südchinesische Kampfkunst und realistische Selbstverteidigung. Sie beginnt mit Haltung, Entspannung und Aufmerksamkeit.
Â
Du lernst, einen stabilen Stand zu nutzen, dich effizient zu bewegen und mit der Kraft deines Gegenübers zu arbeiten statt gegen sie.
Â
Denn Kung Fu heißt vor allem: stetig an sich selbst arbeiten.

HALTUNG UND AUFMERKSAMKEIT
Philosophie
Wing Chun ist mehr als eine Sammlung von Techniken. Kung Fu bedeutet, an sich selbst zu arbeiten – an Körper, Geist und Charakter. Festgelegte Abläufe dienen dazu, neue Fähigkeiten Schritt für Schritt zu erlernen. In der Realität setzen sich all diese Fähigkeiten zu einem Ganzen zusammen.
Ein zentrales Prinzip ist die Ökonomie der Bewegung: kurze Wege, direkte Handlungen, angemessener Krafteinsatz. Die Zentrallinie dient als Orientierung für die eigene Struktur, für Angriff und Verteidigung. Wie Yin und Yang gehören dabei Gegensätze zusammen: Den Druck des Gegenübers nimmt man auf, leitet ihn um und nutzt ihn für die eigene bessere Position.
Die Stärke entsteht so aus Lockerheit und Struktur – verbunden mit stetiger Aufmerksamkeit.
​Lockerheit heißt dabei: wach und bereit sein. Wer locker bleibt, spürt Veränderungen früher und passt sich an.
Im Chi-Sao, den „klebenden Händen“, wird genau diese Wahrnehmung über den direkten Kontakt im Best of Wing Chun geübt.
Die Formen sind das Fundament für die gesamte Kampfkunst Wing Chun.
​
Sie vermitteln grundlegende Bewegungsmuster, deren Bedeutung sich durch Wiederholung erschließt und verfestigt.
Nachahmen geht schnell, Verstehen braucht Zeit – Geduld ist die Grundlage des Lernens.
Respekt, Selbstbeherrschung und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Gelernten werden im Unterricht bewusst vermittelt und vorgelebt – in der Tradition des Guoshu-Dachverbands von Meister Christof Hampel.